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kunstkapital 2

kunstkapital 2 :: 3. Dezember 2005 :: 19 Uhr

kunstkapital findet heuer bereits zum zweiten Mal statt. Generell bedeutet Kunstkapital eine Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wirtschaft, bei der sich konkret KünstlerInnen mit Unternehmen auseinandersetzen. ≥Was passiert, wenn KünstlerInnen Unternehmen einladen, ihrem Produkt eine Pubertät zu gönnen≥ war das Motto von kunstkapital 1. Im Vorjahr stand das Produkt im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung, was zu einer facettenreichen Umsetzung von ≥Kunstprodukten≥ führte. (in den Bereichen freie Kunst, Design, Installation, Produktidee)

Wurden 2004 vorrangig Unternehmen im 16. Bezirk angesprochen, so haben wir heuer kunstkapital 2 erweitert, sowohl auf geographischer, als auch auf inhaltlicher Ebene.

Als ≥background≥ für Konzept und Auswahl der Firmen steht bei kunstkapital 2 das Thema Nachhaltigkeit und die ökologisch und soziale Verantwortung von Unternehmen.

Wenn gleich auch das Schlagwort ≥Nachhaltigkeit≥ gerade in letzter Zeit von Medien und Pressesprechern großer Konzerne etwas breitgetreten und teilweise auch missbraucht wurde, glauben wir dennoch an die Wichtigkeit dieser Thematik. Gerade hier kann eine Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kunst sehr fruchtbar sein. Letztendlich geht es darum, Bewusstsein für Mensch und Umwelt in einer globalisierten Welt zu schaffen, neue Blickwinkel aufzuzeigen, den einzelnen anzusprechen √ ob als Ausstellungsbesucher, Konsument oder Wirtschafstreibenden. In Zeiten von negativen Auswirkungen der Globalisierung, der Ausbeutung der dritten Welt, von ökologisch bedingten Katastrophen scheint es wichtig, positive Aspekte und Modelle aufzugreifen, sich damit auseinander zu setzen, um im kleinen Bereich eine positive Weiterentwicklung zu forcieren.

3 Firmen konnten wir gewinnen: Alt-Prerau (biologische Landwirtschaft), Multikraft (effektive Microorganismen) und Öko-Box (Recycling von Tetra-Pack).

Je komplexer die Grundsätze eines Unternehmens, umso schwieriger die Auseinandersetzung mit diesen. KünstlerInnen sehen mit dem Blick von außen, greifen bestimmte Aspekte auf und nehmen diese als Ausgangspunkt für künstlerische Ideen. Das ≥Kunstprodukt≥ selber soll aber wieder eigenständig und losgelöst gesehen werden, da es sich ja nicht um eine Auftragsarbeit handelt, oder um eine konkrete thematische Vorgabe. Kunst erfüllt also auch in dem Zusammenhang primär keine Aufgabe √ gerade darin liegt das Spannungsfeld. Interpretationsräume, Denkanstöße liegen beim Betrachter.

Beteiligte KünstlerInnen: Florian Harmer, Barbara Musil, Christian T. Thurner, Kurt Rudolf, Edith Schild und Julia Zdarsky. Organisation: Karoline Brand, Blumberg Unterstützt von CSR Austria

© 2005, www.blumberg.at



changed: Friday, September 8, 2006 at 4:32:48 PM
 
 


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